Baumpflegerknoten sichern den Kletterer hoch über dem Boden und halten die Äste beim Ablassen unter Kontrolle. Die wichtigsten Klemmknoten wie der Blake-Knoten, der Distelknoten und der Prusik blockieren am Seil, sobald das Gewicht des Kletterers auf ihnen lastet, lassen sich unbelastet aber von Hand verschieben. So kann man aufsteigen, zum Arbeiten anhalten und wieder absteigen. Riggingsysteme sind ein weiterer Teil der Arbeit in der Baumpflege. Ein Anschlagknoten wie der Zimmermannsknoten fasst den Stamm oder Ast und verbindet ihn mit dem Riggingseil. Er hält die Last. Er lässt sie nicht ab, und ohne ein vollständiges, gesichertes Riggingsystem darf daran nichts abgelassen werden. Das Ablassen selbst läuft über Reibung: Ein Knoten wie der Halbmastwurf am Karabiner lässt ein abgetrenntes Stück kontrolliert hinab, statt es fallen zu lassen. Der Schmetterlingsknoten bildet eine feste Schlaufe in der Seilmitte, die als Anker- oder Befestigungspunkt dient. Baumarbeiten können extrem gefährlich sein, und ein Fehler kann tödlich enden. Baumpfleger üben diese grundlegenden Knoten für die Baumpflege deshalb so lange, bis Binden, Ausrichten und Kontrollieren in Fleisch und Blut übergegangen sind.