Die richtigen Höhlenforschungsknoten zu beherrschen ist unverzichtbar, um Höhlen, Spalten und tiefe Schächte sicher zu erkunden. Höhlenforscher seilen sich an einem einzigen Seil ab und steigen daran wieder auf; dieses Verfahren heißt Einseiltechnik (SRT). Der Sport, mancherorts auch Höhlenklettern genannt, führt Forscher oft hunderte Meter tief unter die Erde. Am Abstieg bindet die Achterschlaufe (gesteckt) das Seil an die Bohrhaken, während der Schmetterlingsknoten oder der Doppelte Achterknoten mit 2 Schlaufen eine Y-Aufhängung einrichtet, die die Last auf zwei Bohrhaken verteilt. Weiter unten kann der Schmetterlingsknoten eine schadhafte Seilstelle isolieren oder das Seil von scharfen Kanten und Wasserfällen fernhalten. Der Doppelte Spierenstich verbindet zwei Seile für längere Etappen und bildet kurze Prusikschlingen zum Greifen des Seils. Für den Weg zurück nach oben beißen Klemmknoten wie der Klemheist und der Prusik unter dem Gewicht des Höhlenforschers ins Seil und lassen sich entlastet nach oben schieben. Der Halbmastwurf bietet einen Weg nach unten, falls das Abseilgerät verloren geht. Weil Leib und Leben an jedem dieser unverzichtbaren Höhlenforschungsknoten hängen, richten Höhlenforscher ihre Seile sorgfältig ein und prüfen jede Verbindung im Licht der Stirnlampe. Die besten Knoten für die Höhlenforschung sind unten aufgeführt.